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Google-Unternehmensprofil einrichten und pflegen

Inhaber eines Blumenladens zeigt in seinem Geschäft das Display seines Smartphones

Ein Google-Unternehmensprofil richtest du kostenlos unter business.google.com ein: Unternehmen anlegen, Kategorie und Kontaktdaten eintragen, das Profil bestätigen lassen und es danach regelmäßig mit Öffnungszeiten, Fotos und Antworten auf Bewertungen pflegen. Entscheidend sind echte, vollständige Angaben.

📋 Kurz zusammengefasst

Das Unternehmensprofil steuert, wie dein Betrieb in der Google-Suche und in Google Maps erscheint. Google ordnet lokale Ergebnisse laut eigener Hilfe nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit; bezahlen lässt sich ein besserer Platz nicht. Für die Bestätigung bietet Google je nach Betrieb Telefon, SMS, E-Mail, Video oder Postkarte an. Danach zählen vollständige Daten, aktuelle Öffnungszeiten, Fotos und Antworten auf Rezensionen. Mit dem 6-Punkte-Profilcheck prüfst du dein Profil einmal im Monat in wenigen Minuten.

Was ist das Google-Unternehmensprofil und wer darf eins anlegen?

Das Google-Unternehmensprofil, früher Google My Business, ist der kostenlose Eintrag deines Betriebs in der Google-Suche und in Google Maps. Anlegen darf es, wer Kundinnen und Kunden persönlich trifft: in einem Ladenlokal, einer Praxis oder vor Ort beim Kunden.

Laut den Google-Richtlinien für die Darstellung von Unternehmen muss ein Betrieb einen Standort haben, den Kunden besuchen können, oder selbst zu den Kunden fahren. Reine Online-Geschäfte ohne persönlichen Kontakt sind nicht vorgesehen. Pro Unternehmen und Standort ist nur ein Profil erlaubt.

Für Selbstständige gilt:

Situation Profiltyp Adresse sichtbar?
Laden, Praxis, Büro mit Kundenverkehr Unternehmen mit Standort Ja, mit dauerhafter Beschilderung vor Ort
Handwerk, mobiler Service, Beratung beim Kunden Unternehmen mit Einzugsgebiet Nein, Adresse wird ausgeblendet
Beides (Ladengeschäft und Lieferung/Montage) Standort plus Einzugsgebiet Ja
Coworking-Platz Nur unter Bedingungen Nur mit Beschilderung, Kundenempfang und eigenem Personal zu den Öffnungszeiten
Virtuelles Büro, Postfach, reine Postadresse Nicht zulässig –

Das Einzugsgebiet sollte laut Google nicht weiter reichen als etwa zwei Stunden Fahrzeit vom Firmensitz. Arbeitest du von zu Hause und empfängst dort keine Kunden, blendest du die Adresse aus und gibst nur Städte oder Postleitzahlen an, in denen du tätig bist.

Wie richtest du das Profil Schritt für Schritt ein?

Du meldest dich mit einem Google-Konto unter business.google.com an, gibst den Namen deines Unternehmens, die Hauptkategorie, Standort oder Einzugsgebiet, Telefonnummer und Website ein und startest danach die Bestätigung. Das dauert ohne Fotos meist nur wenige Minuten.

  1. Google-Konto wählen: Nutze ein Konto, auf das du dauerhaft Zugriff hast. Weitere Personen fügst du später als Verwalter hinzu.
  2. Prüfen, ob es schon ein Profil gibt: Suche deinen Firmennamen in Google Maps. Existiert ein Eintrag, beanspruchst du ihn, statt einen zweiten anzulegen.
  3. Namen eintragen: Genau so, wie er auf Schild, Rechnung und Website steht.
  4. Hauptkategorie wählen: Möglichst spezifisch, etwa „Elektriker“ statt „Handwerker“. Zusatzkategorien nur für Leistungen, die du wirklich anbietest.
  5. Standort oder Einzugsgebiet festlegen: Nach den Regeln aus der Tabelle oben.
  6. Telefon und Website ergänzen: Die Nummer muss direkt zu deinem Betrieb führen, kostenpflichtige Sondernummern sind laut Google nicht erlaubt.
  7. Bestätigung starten: Google schlägt dir die verfügbaren Methoden vor.

Eine solide eigene Website ist dabei die Basis, auf die das Profil verweist. Wie du sie aufbaust, zeigt der Ratgeber Website erstellen für Selbstständige: Wege, Kosten und Ablauf.

Wie funktioniert die Bestätigung und wie lange dauert sie?

Google bietet je nach Unternehmen Telefon oder SMS, E-Mail, eine Videoaufnahme, einen Live-Videoanruf oder eine Postkarte an. Welche Optionen erscheinen, entscheidet Google selbst. Die Prüfung selbst dauert laut Google-Hilfe bis zu fünf Werktage, in seltenen Fällen länger.

Methode Was du brauchst Hinweis aus der Google-Hilfe
Telefon / SMS Zugriff auf die Geschäftsnummer Sprachmenüs (IVR) können den Code nicht empfangen
E-Mail Zugriff auf die angezeigte Adresse Link in der E-Mail anklicken
Videoaufnahme Smartphone, Standort, Nachweise Von Google empfohlen, wenn verfügbar
Live-Videoanruf Kamera, Termin während der Öffnungszeiten Nur zu den Öffnungszeiten des Standorts
Postkarte Postanschrift Meist innerhalb von 14 Tagen, Code gilt 30 Tage

Die Videoaufnahme muss laut Google ungeschnitten und mindestens 30 Sekunden lang sein, live mit dem Smartphone gedreht. Zu sehen sein sollen der Standort (etwa Straßenschild oder Hausnummer), Schild bzw. Arbeitsmittel wie Werkzeug und ein Nachweis, dass du den Betrieb führst, zum Beispiel Kasse, Küche oder ein Bereich, den nur Mitarbeitende betreten.

💡 Expert Insight

Wartest du auf eine Postkarte, ändere in dieser Zeit weder Namen noch Adresse oder Kategorie. Laut Google funktioniert der Code sonst nicht mehr. Fordere auch keinen neuen Code an, denn jeder neue macht den alten ungültig und verlängert das Verfahren. Und: Google fragt dich nie nach deinem Bestätigungscode. Wer anruft und ihn verlangt, ist nicht Google.

Welche Angaben entscheiden über die Sichtbarkeit?

Google nennt drei Hauptfaktoren für lokale Ergebnisse: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Beeinflussen kannst du vor allem die Relevanz durch vollständige, genaue Angaben und die Bekanntheit durch Bewertungen. Die Entfernung zum Suchenden liegt außerhalb deiner Kontrolle.

In der Hilfe-Seite zur lokalen Rangfolge schreibt Google, dass Unternehmen mit vollständigen und genauen Informationen eher in lokalen Suchergebnissen erscheinen. Ausdrücklich genannt werden Adresse (sofern Kunden kommen), Öffnungszeiten einschließlich Sonderöffnungszeiten, Kategorie und Merkmale wie Parkplätze oder WLAN. In die Bekanntheit fließen laut Google unter anderem Links von anderen Websites und die Zahl der Bewertungen ein.

Ebenso klar steht dort: Einen besseren lokalen Platz kann man weder beantragen noch kaufen. Anzeigen erscheinen gekennzeichnet getrennt davon; wie sie funktionieren, erklärt Google Ads für kleine Unternehmen: Kosten, Aufbau und typische Fehler.

⚠️ Wichtiger Hinweis

Keine Suchbegriffe, Orte oder Slogans in den Firmennamen schreiben, also nicht „Malerbetrieb Schmidt – günstig in Köln“, wenn der Betrieb „Malerbetrieb Schmidt“ heißt. Laut Google-Richtlinien kann das zur Sperrung des Profils führen. Gleiches gilt für Postfächer oder virtuelle Büros als Adresse. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.

Wie gehst du mit Bewertungen richtig um?

Bitte zufriedene Kundinnen und Kunden aktiv um eine Bewertung und beantworte jede Rezension, auch die kritischen, sachlich und zeitnah. Verboten sind laut Google Gegenleistungen für Bewertungen, etwa Rabatte, und Anreize, negative Bewertungen zu ändern oder zu löschen.

Google empfiehlt in seiner Hilfe ausdrücklich, auf Bewertungen zu antworten, und bezeichnet negative Rezensionen als Chance zur Verbesserung. Wer gegen die Regeln zu gefälschten Interaktionen verstößt, riskiert laut Google, dass das Profil eine Zeit lang keine neuen Bewertungen erhält, bestehende Bewertungen ausgeblendet werden oder ein Warnhinweis für Besucher erscheint, dass gefälschte Bewertungen entfernt wurden.

So sieht eine gute Antwort aus:

  • Persönlich ansprechen und für das Feedback danken.
  • Konkret auf den Inhalt eingehen, statt Textbausteine zu kopieren.
  • Bei Kritik eine Lösung anbieten und den Weg zu einem direkten Gespräch nennen.
  • Keine Kundendaten preisgeben, etwa Auftragsdetails, die der Kunde selbst nicht erwähnt hat.

Zeigst du einzelne Google-Rezensionen wörtlich auf deiner Website, greift seit dem 28.05.2022 § 5b Abs. 3 UWG: Du musst informieren, ob und wie du sicherstellst, dass die Bewertungen von echten Kunden stammen. Laut IT-Recht Kanzlei gilt das nicht für die bloße Sternanzeige oder einen Link zum Profil.

Was gehört zur laufenden Pflege?

Zur Pflege gehören aktuelle Öffnungszeiten inklusive Feiertagen, neue Fotos, Antworten auf Bewertungen und Kontrolle von Änderungsvorschlägen. Auch Dritte können Änderungen an deinem Eintrag vorschlagen. Falsche Angaben fallen sonst oft erst durch verärgerte Anrufe von Kunden auf.

Beiträge sind ein Zusatzwerkzeug. Google bietet drei Arten an: Neuigkeiten, Angebote mit Zeitraum und Veranstaltungen mit Datum. Laut Google-Hilfe werden Beiträge ohne Zeitraum nach sechs Monaten archiviert. Telefonnummern in Beiträgen können abgelehnt werden, wenn Google sie nicht dem Betrieb zuordnen kann.

Damit die Pflege nicht untergeht, hilft ein fester Rhythmus. Der 6-Punkte-Profilcheck passt in einen Kalendertermin pro Monat:

Nr. Prüfpunkt Frage
1 Stammdaten Stimmen Name, Adresse bzw. Einzugsgebiet, Telefon und Website mit Impressum und Website überein?
2 Öffnungszeiten Sind Feiertage, Betriebsurlaub und Sonderöffnungszeiten der nächsten Wochen eingetragen?
3 Änderungen Hat Google oder ein Nutzer Änderungen vorgeschlagen, die du prüfen musst?
4 Bewertungen Sind alle neuen Rezensionen beantwortet?
5 Fotos Zeigen die Bilder den aktuellen Zustand von Räumen, Team und Arbeiten?
6 Leistungen Passen Kategorien, Leistungen und Merkmale noch zu deinem Angebot?

Mehr zur lokalen Strategie rund um das Profil findest du unter Lokale Sichtbarkeit im Web gezielt steigern und kompakt im Glossar unter Local SEO.

💬 Meine Einschätzung

Oft heißt es, man müsse jede Woche Beiträge im Profil veröffentlichen, um bei Google sichtbar zu bleiben. Auf der Hilfe-Seite zur lokalen Rangfolge nennt Google Beiträge aber gar nicht. Dort stehen Bestätigung, vollständige und genaue Angaben, Antworten auf Bewertungen sowie Fotos und Videos. Wer wenig Zeit hat, investiert sie deshalb zuerst in korrekte Daten und Bewertungen. Beiträge lohnen sich vor allem für echte Anlässe wie Aktionen, Termine oder geänderte Leistungen.

Wie hängen Unternehmensprofil und Website zusammen?

Das Profil und deine Website stützen sich gegenseitig: Gleiche Stammdaten an beiden Stellen machen deinen Betrieb für Google eindeutig, und die Website liefert alle Details, für die im Profil kein Platz ist, etwa Preise, Referenzen und Abläufe.

Schreibe Name, Adresse und Telefonnummer im Profil, im Impressum und in Branchenverzeichnissen identisch. Bei mehreren Standorten verlinkst du die jeweilige Standortseite. Laut Google-Richtlinien darf der Link nicht auf fremde Seiten weiterleiten, auch nicht auf Social-Media-Profile anstelle der eigenen Website.

Hast du die Website bereits in der Google Search Console bestätigt, kann das laut Google-Hilfe in manchen Fällen sogar eine sofortige Bestätigung des Profils ermöglichen. Wie lokale Signale in deine gesamte Suchmaschinenstrategie passen, erklärt der Leitfaden SEO für kleine Unternehmen: So wird die eigene Website bei Google gefunden.

✓ Das Wichtigste in Kürze

  • Das Profil ist kostenlos und für Betriebe mit persönlichem Kundenkontakt gedacht, im Laden oder vor Ort beim Kunden.
  • Ohne Kundenverkehr am Firmensitz blendest du die Adresse aus und legst ein Einzugsgebiet fest.
  • Die Bestätigung läuft je nach Betrieb über Telefon, SMS, E-Mail, Video oder Postkarte; die Prüfung dauert bis zu fünf Werktage.
  • Google ordnet lokale Ergebnisse nach Relevanz, Entfernung und Bekanntheit; kaufen lässt sich ein besserer Platz nicht.
  • Der 6-Punkte-Profilcheck (Stammdaten, Öffnungszeiten, Änderungen, Bewertungen, Fotos, Leistungen) hält das Profil monatlich aktuell.

Häufige Fragen zum Google-Unternehmensprofil

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein. Anlegen, Bestätigen und Pflegen sind kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn du zusätzlich Anzeigen über Google Ads schaltest. Diese erscheinen als Anzeige gekennzeichnet und verbessern die unbezahlte lokale Platzierung nicht.

Kann ich meine Privatadresse verbergen?

Ja. Empfängst du zu Hause keine Kunden, legst du ein Unternehmen mit Einzugsgebiet an und blendest die Adresse aus. Google empfiehlt das für solche Betriebe ausdrücklich. Für die Bestätigung kann Google die Adresse trotzdem abfragen, öffentlich sichtbar ist sie dann nicht.

Was tun, wenn jemand anderes mein Profil verwaltet?

Liegt der Eintrag bei einer früheren Agentur, beantragst du bei Google den Zugriff auf das Profil. Achte künftig darauf, selbst Inhaber zu sein, und gib Dienstleistern nur Verwalterrechte.

Darf ich negative Bewertungen löschen lassen?

Nur wenn sie gegen Googles Richtlinien verstoßen, etwa bei Beleidigungen oder wenn kein echter Kundenkontakt bestand. Solche Rezensionen kannst du im Profil melden. Kritische, aber echte Bewertungen bleiben stehen; eine sachliche Antwort ist hier der bessere Weg.

Quellen

Die Angaben stammen aus der offiziellen Google-Hilfe und einer juristischen Fachquelle, Stand der Recherche: November 2026.

  • How to improve your local ranking on Google · support.google.com · Ranking-Faktoren Relevanz, Entfernung, Bekanntheit und Tipps (abgerufen 01.11.2026).
  • Guidelines for representing your business on Google · support.google.com · Regeln zu Name, Adresse, Einzugsgebiet, Telefon, Website (abgerufen 01.11.2026).
  • Verify your business on Google · support.google.com · Bestätigungsmethoden, Postkarten-Fristen, Prüfdauer (abgerufen 01.11.2026).
  • Verify your business with a video recording · support.google.com · Anforderungen an die Videoaufnahme (abgerufen 01.11.2026).
  • Create a post for your Business Profile · support.google.com · Beitragsarten, Archivierung nach sechs Monaten (abgerufen 01.11.2026).
  • Google-Hilfe zu Kundenrezensionen (answer 3474122) · support.google.com · Verbot von Anreizen für Bewertungen, Antworten auf Rezensionen (abgerufen 01.11.2026).
  • Business Profile restrictions for policy violations · support.google.com · Einschränkungen bei gefälschten Bewertungen (abgerufen 01.11.2026).
  • FAQ zur Informationspflicht über die Echtheit von Kundenbewertungen · it-recht-kanzlei.de · § 5b Abs. 3 UWG und eingebundene Google-Bewertungen (Stand 12.05.2025).
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About Niko T.

Niko T. ist im Online-Marketing, Webdesign und in der Suchmaschinenoptimierung tätig. Er hat mehrere Websites aufgebaut und kleine Unternehmen dabei unterstützt, online sichtbar zu werden und neue Kunden zu gewinnen. Auf dotwired.de schreibt er über Websites, SEO und Technik für Selbstständige und kleine Unternehmen.

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