Blog – Instrument des Reichtums?
Früher waren diese Diskussionen noch viel extremer, heute sind sie immerhin schon stark zurückgegangen (nicht zuletzt, weil sie tatsächlich ziemlich ausgelutscht sind) – aber es gibt sie immernoch: Die Debatten rund um das Thema “Geld verdienen mit Blogs”. Wenn ich darauf jedoch zurückschaue, wie sich die Blogosphäre entwickelt hat, was einzelne Blogs vollbracht und nicht vollbracht haben… so kann ich nichts anderes zum Blogsystem sagen, als es extrem unprofitabel zu nennen.
Noch unprofitabler wird das Ganze beim Beachten der unzähligen Fehlversuche, die die Internetgemeinde darauf verschwendet hat, ihren Traum von Ruhm und Reichtum mit einem mit Werbung zugekleisterten Blog über Katzenscheiße wahrzumachen. Es gibt denn tatsächlich einige große Blogs, die toll sind oder / und es schaffen sich einigermaßen zu rentieren.
Für mich sind Werbebanner allerdings eine wirklich schwierige und unschöne Geldeinnahmequelle – (egal ob bei Blogs oder anderen Webseiten) – abgesehen davon, dass der Großteil der Internetgemeinde heute so weit ist zu wissen, was ein Werbeblocker ist, wird der letzte geringe Anteil mit der Hässlichkeit in Digitalis bombardiert.
Ein Blog sollte nun also tatsächlich entweder Spaß machen, oder, falls ein kommerzieller Beweggrund dahintersteckt, diesen wirklich subtil rüberbringen. Subtil muss aber nicht schlecht sein und kann auch sehr viel Aufmerksamkeit erregen. Besonders bei großen Unternehmen kann ich mir vorstellen, dass sich ein Blog lohnen könnte. Meine These geht sogar so weit, dass Steve Jobs mit einem eigenen, persönlichen Blog – mit dem er nicht einmal irgendwelche Unternehmensgeheimnisse freigeben müsste – etliche Apple-Gegner bekehren könnte. Und zwar in erster Linie die technisch affineren. Android-Nutzer. Blackberry-Käufer. Er könnte damit eine ganze Businessschicht unterwandern. Und die Publicity des Blogs wäre ja wohl auch kein Problem.
Tatsächlich finde ich, CEOs sollten mehr bloggen.


