Die hohe Nachfrage nach Cloud-Diensten ist einer der Gründe, weshalb Microsoft wieder auf dem Erfolgskurs ist. Doch auch andere Sparten können überzeugen. Die jüngst vorgestellten Quartalszahlen konnten die Investoren von den Wachstumschancen des Konzerns überzeugen.

Deutlicher Gewinn- und Umsatzanstieg

Im vergangenen Quartal konnte Microsoft den Gewinn und den Umsatz deutlich steigern . Ein besonderer Wachstumstreiber spiegelt sich im Cloud-Geschäft wider. Die vorgestellten Quartalszahlen konnten dabei auch die hohen Erwartungen der Analysten klar übertreffen. Insgesamt konnte der Redmonder Konzern den Jahresgewinn im vierten Geschäftsquartal auf 8,9 Milliarden Dollar steigern. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Wachstum von rund zehn Prozent. Die Unternehmenserlöse stiegen um rund 17 Prozent, sodass der Konzern hier 30,1 Milliarden Dollar verzeichnen konnte.

Für Satya Nadella, dem Konzernchef, war der vergangene Jahr unglaublich. Insbesondere die Investitionen ins Cloud-Geschäft lohnten sich für das Unternehmen. Doch auch in Zukunft wird Microsoft weiterhin auf Innovationen setzen. Besonders positiv entwickelte sich Azure. Hierbei handelt es sich um eine Cloud-Computing-Plattform für Unternehmen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigerte das Unternehmen die Umsätze durch Azure um 89 Prozent . Insgesamt zeigt die steigende Nachfrage nach Azure, dass die Kunden das Angebot positiv annehmen und das Vertrauen in die Microsoft-Services besonders groß ist. Neben Azure sorgte auch LinkedIn für steigende Umsätze, denn die Erlöse des Karriere-Netzwerks stiegen um 37 Prozent.

Neuausrichtig des Konzerns zeigt Wirkung

Insgesamt zeigt die Neuausrichtung des Konzerns Wirkung . Durch den Vertrieb der beliebten Office-Software per Cloud-Service konnten auch hier starke Umsatzzuwächse generiert werden. Insgesamt kletterten die Erlöse von Office 365 um 38 Prozent. Für die Finanzagentur Bloomberg bedeutet das starke Wachstum bei Gewinn und Umsätzen, dass die Neuausrichtung des Unternehmens erfolgreich war. Die frühere Fokussierung auf den Personal Computer war wenig lukrativ und das Geschäft margenschwach. Langfristig hätte sich Microsoft auf einer „Todesspur“ befunden,

Insbesondere die langjährige Fokussierung auf das Betriebssysteme Windows und die Bürosoftware Office verdeutlicht, welchen Weg das Unternehmen damals verfolgte. Beide Produkte wiesen eine hohe Abhängigkeit zum PC-Markt auf. Dieser entwickelte sich im Laufe der letzten Jahre jedoch negativ, sodass ein Absatz der Produkte langfristig zu sinkenden Umsätzen geführt hätte. Mit dem Amtsantritt Nadellas wurde jedoch eine andere Strategie eingeführt. Im ersten Schritt richtete Nadella das Unternehmen neu aus und stellte die Cloud-Dienste in den Mittelpunkt des Unternehmens. Um auch in Zukunft weitere Verbesserungen zu etablieren, übernahm Microsoft jüngst die Entwicklerplattform GitHub. Für die Plattform wurden rund 7,5 Milliarden Dollar gezahlt. Langfristig soll sich dieses Investment auszahlen und als Rückgrat der intelligenten Cloud fungieren.

Gaming-Sektor und Windows gewinnen an Fahrt

Schlussendlich kann Microsoft auch mit den klassischen Unternehmenssparten Geld verdienen. Hierzu gehört die berühmte PC-Sparte, die sich vor allem durch das Windows-Geschäft auszeichnet. Hier konnte das Unternehmen einen Umsatzanstieg von 17 Prozent realisieren, sodass schlussendlich 10,8 Milliarden Dollar umgesetzt wurden. Aktuell ist dieser Bereich der wichtigste Umsatztreiber, wobei er sich zwischenzeitlich zu einer Wachstumsbremse entwickelte. Des Weiteren konnte das Traditionsunternehmen aus Redmond auch im Bereich Gaming zulegen. Hier sorgt vor allem die Xbox One und die entsprechenden Spiele für starkes Wachstum. Insgesamt stiegen die Erlöse um 39 Prozent.

Insgesamt stieg der Konzernumsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 14 Prozent, sodass 110,4 Milliarden Dollar umgesetzt wurden. Dieses starke Wachstum spiegelte sich jedoch nicht bei den Gewinnen wider, denn eine Sonderlast reduzierte das Ergebnis auf 16,6 Milliarden Dollar.