Ich sage es von vornherein. Ich bin äußerst unzufrieden mit der diesjährigen CeBit. Außer einigen wirklich hübschen und ansehnlichen Ständen war das alles in meinen Augen doch eher ein Flop als alles andere. Begrüßt wurden wir zuerst einmal von einer Dame von T-Online, die uns ein kleines Begrüßungsgeschenk – ein Zahlenschloss für USB-Sticks (wie unnötig ist das denn bitte, zumal das Ding nicht sonderlich sicher aussah?!) – und blickten umgehend in eine Reihe von etlichen Serverschränken / Serverräumen und Servern entgegen. Alles andere als sonderlich spannend für den normalen Besucher, solange dieser nicht irgendwie einen eigenen Hostingservice bei sich im Keller aufbauen will – obwohl ich zugeben muss, dass ich einige Serverräume durchaus auch als Wohnzimmer (vom Design, nicht von der Größe!) nehmen würde.

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Verwackeltes iPhone-Foto eines Serverraums mit Sitzgelegenheit

Weiter ging es durch diverse Antispam- und Antivirenbekämpfung, am Stand von eset bot mir eine Dame irgendeinen Gutschein für eine kostenlose 90-Tage Testversion, den ich dankend ablehnte. Darauf bemerkte ich aus dem Augenwinkel, wie die Dame mich etwas verdutzt angesehen hat und mir noch ein entrüstetes “Schönen Tag noch, der Herr!” hinterherrief. Ich bin mir meiner Schuld an dieser Stelle irgendwie völlig unbewusst. Vielleicht wollte die Dame mit mir plaudern oder vielleicht war ich auch einfach ein weiterer, der ablehnte und bei dem der Geduldsfaden riss. Ich glaube jedenfalls nicht, dass ich jeder Werbeflyerschlampe gegenüber zu mehr verpflichtet bin als zu einem freundlichen “Nein, danke!”, wenn mich das jeweilige Angebot nicht interessiert. Tja.

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Hologramm

Etwas spannender wurde dann ein Hologrammstand (allerdings wohl auch nicht unbedingt die Weltneuheit, dennoch das erste Mal, dass ich es live sah). Das war dann neben einigen durchaus sehr nett aussehenden Mädchen (vor allem der einer Prostituierten ähnelnden beim AMD-Stand) oder anderen auf Inlinern Flyer ausgebenden Mädels wirklich schon das Spannendste.

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AMD-Mädchen mit "Saphire"-Schriftzug auf Titten. Von hinten.

Okay, es gab doch noch ein bisschen mehr Interessantes. Wie die Würstchenbuden, bei denen ich nichts gegessen habe. Und riesige Touchscreentische, wie sie schon so oft in modernen Filmen gezeigt worden sind, nur ohne Hologramm dadrüber. Und den Playstation 3-Truck, der bei der Beliebtheit der PS3 natürlich ausreichend Platz für alle Schaulustigen bot und in welchem irgendwelche komischen, schlecht gemachten Gnubbel auf Wii-ähnlichen Controllern draufmontiert waren (ich musste dabei spontan an Dinosaurier denken). Dann gab es da noch die unglaublich spannenden Counter Strike 1.6 und Warcraft 3 Turniere bei den Intel Extreme Series. Die meisten Computerspieler dort sahen durchaus witzig aus. Ich glaube, bei einigen im hat sich die Handform im Laufe der Evolution krabbenartig den 5 benötigten Tasten angepasst. Sollte vermutlich mal untersucht werden.

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Intel Extreme Series

Und auch einige nette Gadgets, die aber bereits durch Internetreputation oft genug diskutiert worden sind (z.B. ein Gerät, dass verschiedene Sachen zu Boxen macht, indem es diese als Resonanzkörper nutzt. Oder eine projezierte Tastatur). Klasse fand ich auch etliche ausgestellte Standardhardware. Die kann ich mir bei Amazon bequemer ansehen. Alles Standard eben, nichts Besonderes. Und deswegen unspektakulär. Die Computergeäuse waren besonders cool. Woran denkt ihr, wenn ihr folgende Lüfter seht:

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Und schließlich lief man durch einen Wust von Chinesischen und japanischen Ständen durch, die allesamt irgendwelche komischen iPhone- und iPad-Hüllen, etliche Kabel (Kabel, WTF???) und Handynachmachen zum Besten gaben. Dort fühlte ich mich wie auf dem Flohmarkt. Einen letzten Lacher brachte mir dann schließlich Johannes’ blaue Krawatte und seine blauen Sneaker ein, danach verabschiedeten wir uns auch schon von der Messe.