In letzter Zeit kriege ich öfters zu hören, dass mein Blog nur durchschnittliche Inhalte aufweist – ein Blog, wie er keinen interessiert.

Einerseits trifft mich diese Behauptung schon etwas hart, andererseits ist sie vielleicht wahr und wird mir in Zukunft nur zur Hilfe stehen.

Ich habe mich also zu diesem Artikel hingesetzt um darüber zu philosophieren, diskutieren und darüber nachzudenken, wie man dem Inhalt eine gewisse Würze gibt – wie man ihn interessant macht, wie man ihn einzigartig macht. Schließlich soll dieser Blog wirklich etwas einzigartiges sein, und ein wenig Spaß soll mir das Bloggen ja auch machen. Und das macht es am meisten, wenn man Erfolge erleben kann. Sei es durch Werbeeinnahmen ( was mir jetzt sogar gar nicht so wichtig ist ) oder durch eine Menge Kommentare und viele Besucher bzw. Feedleser.

Einzigartigkeit? Etwas Neues? Etwas noch nicht Vorhandenes?

Im Grunde unmöglich, so meine These. Welche großen Erfindungen wurden denn schon in der letzten Zeit gemacht? Wissentschaftliche…? Technische…? Keine.

Gerne lasse ich es gelten, dass vieles verbessert wurde und wird. Autos verbrauchen weniger Energie, Laptops werden zunehmend kleiner. Sogar den Teilchenbeschleuniger in CERN zähle ich nicht zu neuen wissentschaftlichen Errungenschaften. Die technischen Möglichkeiten bestanden schon länger, und das Rad wurde dadurch ( bisher? hoffentlich… ) nicht neu erfunden.

So verhält es sich also auch im Internet. Laut Netcraft gab es im August 176.748.506 Seiten, die Netcraft regestrieren konnte. Rund die Hälfte ist inaktiv beziehungsweise Spamseiten etc.

Und nun gehen wir doch einmal durch, zu wievielen Kategorien im groben man eine Seite erstellen kann: DMOZ besitzt 590.000 ( was natürlich auch eine Unmenge ist ) Kategorien. Teilen wir doch einmal ( gerundete Werte ) 85.000.000 Seiten durch 590.000 Kategorien. Wir erhalten folgenden Wert: 144.

Dieser Wert gibt ungefähr an, wieviele Seiten es in einer bestimmten Nische bzw. Kategorie gibt ( natürlich ist mir klar, dass es bestimmt mehr Autoseiten geben wird als Kunstseiten, aber das soll ja nur eine Annäherung sein ).

Und wenn nun selbst jeder zehnte Seitenbetreiber auch nur halbwegs vernünftige Inhalte liefert, haben wir immernoch ungefähr 14 Seiten ( was immerhin schonmal drastisch reduziert ist smile Content ist König! , trotzdem will ich darauf hinweisen, wie schwammig die Grenzen zwischen den Kategorien sind, wenn es so viele gibt ), die man als Konkurrent hat – wie will man dann noch einzigartigen Content schreiben? Aller Wahrscheinlichkeit nach kopiert man sogar die Gedanken eines anderen Menschen, selbst wenn man gar nicht auf seiner Seite gewesen ist!

Wie will man es also schaffen, gegen 14 Seiten anzukommen, die alle guten Inhalt bieten ( diese Rechnung geht sogar einigermaßen auf – wieviele gute Webdesignerforen kennt ihr? Wieviele gute Moneyblogger kennt ihr? Ich spreche dabei nur von deutschen Seiten ). Diese haben sich alle bereits im Internet einigermaßen verdient gemacht und genießen ein relativ hohes Ansehen. Und wie will man jetzt das eine Thema noch einmal in verschiedene Beiträge unterteilen, ohne dass sich diese oder die Gedanken / Methoden in ihnen mit anderen Inhalten kreuzen? )

No Chance…

Scheiß auf Content

ist also mein Fazit. Interessiert doch eh keinen, was ich oder wer anders schreibt. Blogs sind ohnehin nur ein “Tagebuch”, da gehört nun mal Shit rein.

Das ist natürlich nicht mein Fazit, aber durchaus von anderen Leuten. Inwiefern diese gut bzw. schlecht mit ihrer Einstellung fahren, ist wieder eine andere Frage.

Es gibt aber noch Leute, die so denken, aber keinen Blog besitzen. Diese sind dann entschiedene “Blogverweigerer” und lesen grundsätzlich keine Blogs. Vielleicht genau deswegen: Weil es so viele Blogger gibt ( < = das ist der erste Grund ), die sich nichts aus ihren Inhalten machen und einfach Stuss schreiben.

Wenn es mehr Blogs gäbe mit informativen und einzigartigen Inhalten ( was ich schonmal ausgeschlossen habe ) oder es weniger Blogs gäbe, die dafür aber gute Inhalte liefern würden, gäbe es auch mehr Blogleser und weniger Menschen, die sagen würden, dass der Inhalt – konkret in diesem Fall – auf meinem Blog mittelmäßig bis schlecht sei.

Auch den zweiten Teil des Satzes möchte ich jetzt widerlegen. Es kann einfach nicht wenig Blogs mit gutem Inhalt geben!

Erfolg macht sexy

Gut, sehen wir einmal von der Anzahl der Seiten und allen weiteren mathematischen Faktoren ab und nehmen an, für jede Nische gäbe es nur eine Webseite ( völlig abgesehen von der Art. Ob Blog, Forum, statische, etc. ). Diese hätte zudem noch einen äußerst informativen, guten und interessanten Inhalt.

Als einfachstes Beispiel sei einfach einmal eee-pc herangezogen. Der Erfolg dieser Seite wird jedoch jeden einzelnen Menschen beeindrucken und all diejenigen, die sich ein wenig im Internet auskennen, werden sofort eine ähnliche Seite machen oder machen lassen. Auch diesen Effekt sieht man auf eee-pc.de Man klicke sich einmal durch die Blogrolle durch und folge daraufhin den Blogrollen der geöffneten Seiten.

Schon steht eee-pc.de nicht mehr alleine da. Es hat Foren, Blogs und Shops als Konkurrenten gewonnen – und glaubt mir: Alle klauen sich ein wenig gegenseitig weg. Anders funktioniert das System auch gar nicht!

Es gibt nicht unendlich Möglichkeiten, über den ASUS eee PC ( den ich mir in naher Zukunft übrigens auch zulegen möchte ) zu berichten – da wären zum einen News, Performancetests, Videos und vielleicht noch ein paar Modifikationsmöglichkeiten. Und nun teilen wir das einmal auf 15 weitere eee-PC-Seiten auf!

Ich denke, die Schlussfolgerung dürfte jedem klar sein.

Wie denkt ihr darüber? Sind die Chancen heutzutage schlechter als früher, mit einer Seite viel Erfolg zu haben? Teilt ihr auch die Meinung, dass es schwer ist, im Internet Fuß zu fassen?