Hiermit starte ich auch schon meine erste Artikelserie! Diese wird sich hauptsächlich um das Vermarkten des Blogs und die Suchmaschinenoptimierung ( kurz: SEO ) kümmern, so wie um einige weitere Faktoren, die für einen Blog – aber auch für andere Webseitenarten – wichtig sind.

Diese Serie soll eine neue Referenz bilden. Leider fürchte ich, dass ich sie recht allgemein fassen muss. Aber man kann nicht alles haben!

Die Bounce Rate

Zuerst möchte ich mich der Bounce Rate widmen. Doch was ist die Bounce Rate?

Auf deutsch bedeutet dies “Absprungrate”. Nach der freien Übersetzung und freiem Hinzufügen von Inhalten von Wikipedia ist diese Absprungsrate Folgendes:

Die Bounce Rate / “Absprungrate” ( wird manchmal fälschlicherweise mit der Exit-Rate – bedeutet wörtlich so viel wie Ausgangrate – verwechselt ) ist ein Begriff der Webseiten ( -verkehrs / -traffic / -besucher ) -analyse. Sie stellt den Prozentsatz der Webseitenbesucher dar, welcher die eigene Seite kurz nach dem Betreten bzw. noch auf der Einstiegsseite wieder verlässt.

Die Exit Rate zeigt nur den Prozentsatz der Besucher, die die Seite durch die entsprechende Unterseite verlassen. Sie können also vorher den ganzen Tag auf der Seite verbracht haben, werden aber trotzdem in der Exit Rate gezählt. Die Exit Rate ist außerdem auf jeder einzelnen URL anders.

Dieser Prozentsatz kümmert mich momentan ziemlich stark, denn er liegt bei mir bei ungefähr 48%.

Die nächste Frage die sich stellt ist: Ist das viel oder wenig? Aber dafür muss man vorher noch eine weitere Frage beantworten.

Wie wird die Bounce Rate ermittelt?

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Eigentlich gibt es keine einheitliche Art der Ermittlung für die Bounce Rate. Das bedeutet, dass durchaus auch 55% der Besucher meine Seite gut finden und sie zu ihren Lesezeichen tun bzw 55% der Besucher meine Seite schlecht finden und sofort verschwinden. Man sollte in Gedanken immer einen kleinen Bereich haben, in dem Abweichungen möglich sind.

Allerdings gibt es eine mehr oder weniger solide Basis: Man hat die Anzahl der einzelnen Klicks von Besuchern – d.h. die Zahl der Besucher, die nur einen einzigen Klick gemacht haben ( durch den sie auf die eigene Seite gelangt sind, wir nennen diese Zahl jetzt der Einfachheit halber “Single Hits” ) – und die Anzahl der Gesamtklicks auf der Seite ( diese Zahl nennen wir jetzt “Total Hits” ).

Wenn wir jetzt einfach Single Hits / Total Hits teilen, haben wir den Prozentsatz der Bounce Rate. Ein Beispiel:

Eine Seite hat ein ziemlich weit gefächertes Repertoire zu bieten. Leider ist dieses nicht allzu qualitativ und viele Besucher verschwinden sofort wieder, wenn sie auf die Seite gelangt sind. Diese Zahl legen wir jetzt willkürlich bei 430 fest. Sie ist unser Divident “Single Hits”.

Insgesamt hat die Seite leider nur 670 Besucher gehabt. Das ist unser Divisor, “Total Hits”. Mit 430 / 670 = ca. 0.64 liegt unsere Bounce Rate also bei ungefähr 64%.

Aber mich persönlich befriedigt diese Art der Ermittlung nicht. Wer kennt es nicht, beim alltäglichen Surfen? Man besucht eine Seite, findet nicht das Versprochene, erblickt aber noch einen internen Link, der zum klicken verlockt. Man klickt wieder drauf und findet wieder nicht das Erwartete. Dann reicht es, man verlässt die Seite und kehrt nie wieder zurück. Dieser Besucher wird allerdings nicht mehr als “abspringender” Besucher gewertet und die Bounce Rate ist bereits verfälscht.

Mit diesem Beispiel möchte ich sagen, dass man auch den Zeitfaktor so wie den Inhalt der Seite berücksichtigen sollte. Man zählt also vorbildlicherweise die Wörter auf jeder Seite und gibt jedem Wort eine Lesezeit von einer halben Sekunde. Wenn der User nach weniger als der Hälfte der benötigten Zeit eine neue interne Seite anklickt und dann die Homepage verlässt, sollte auch er als “Abspringer” gewertet werden.

Als Gegenbeispiel nenne ich noch den Besucher, der auf die Seite kommt und genau das findet, was er gesucht hat. Er verbleibt eine halbe Stunde auf der einen Seite und liest sich nur den Text durch, welcher auch viele Informationen offenbart. Nachdem er mit dem Lesen fertig ist, entdeckt er einen externen Link, der ihn ebenfalls interessiert, und verlässt die Seite. Davor fügt er sie allerdings noch zu seinen Lesezeichen hinzu. Dieser User sollte meiner Meinung nach also nicht als Abspringer gewertet werden ( auch wenn er die Seite nicht zu den Lesezeichen hinzufügt ). Vielleicht versucht er ja irgendwann nochmal, die Seite wiederzufinden.

Und schließlich darf man noch die Zählweise eines jeden Tools nicht vergessen. Bots sind mit Sicherheit auch oftmals Abspringer, und es gibt bestimmt kein einziges Tool, das in seiner Karriere nicht mal einen Bot gezählt hat.

Wieviel Bounce Rate geht?

In meinen Augen ist eine Bounce Rate von knapp 50% bereits zu hoch, allerdings haben viele Seiten – ich würde sogar so weit gehen zu sagen der Durchschnitt der Bounce Rate im Internet liegt bei 50% – diesen Wert, und schließlich ist doch alles relativ.

Allerdings klingt das in meinen Augen schrecklich, wenn jeder zweite Besucher die Seite fluchtartig verlässt. Man kann halt leider der Bounce Rate nicht entgehen, es wird immer wieder “Bouncer” geben.

Ich möchte allerdings probieren, unter die Grenze von 35% zu kommen. Wenn meine Bounce Rate bei 30% liegen würde, wäre es in meinen Augen perfekt.

Solange man Bouncer hat, ist die eigene Seite nicht perfekt!

Wie hält man die Bounce Rate möglichst gering?

Ich habe mich selber als Versuchskaninchen genommen und einmal verschiedene Dinge ( “Kundtsches Staubrohr”, “Teilchenbeschleuniger”, “Blog Atomenergie”, “Blog Allgemein”, etc. ) bei Google eingegeben und mich mal durch die verschiedenen Ergebnisse durchgeklickt. Folgende Punkte sind mir aufgefallen:

1) Die Bekanntheit einer Seite

Ganz wichtig. Wenn die Seite allgemein bekannt ist, verbleibe ich doch gleich ein paar Minütchen länger drauf. So bin ich nach “Kundtsches Staubrohr” bei Wikipedia gleich noch weitergesurft. Denn die Seite kenne ich und ich weiß, dass sie mir durchaus gute Informationen liefert. Wieso also eine neue Suche bei Google aufmachen, wenn es um Informationsbeschaffung geht?

Das passiert allerdings nicht nur, wenn ich mal etwas in Erfahrung bringen will. Auch beim völlig unkontrolliertem Surfen bleibe ich oft bei bekannten Seiten wie Wikipedia, Yahoo, Focus, Spiegel online etc. stecken.

2) interne Verlinkungen innerhalb eines Textes

Noch beim Surfen auf Wikipedia ist mir aufgefallen, dass man gerne auf der Seite weitersurft, wenn im Text Begriffe als interne Links markiert sind. So ist dies bei Wikipedia sogar noch besonders gelungen, weil Wikipedia ein Onlinelexikon ist und man in einem Artikel nicht unbedingt alle Begriffe kennt, so dass die Erklärung häufig im nächsten Tab folgt.

Also: Wo immer es geht, unbekannte Begriffe erwähnen und innerhalb des eigenen Blogs erklären!

Der obere Ratschlag ist allerdings nicht ganz ernst gemeint. Beim normalen Surfen würde ich schon ganz gerne zwanglos in Blogs rumstöbern, ohne allenthalben über unbekannte Begriffe zu stolpern. Das interne Linken im Artikel sollte man also etwas anders anstellen. Z.B. themenrelevante Artikel erwähnen und verlinken!

3) Das Design und die Übersichtlichkeit

Sobald ich auf eine weiße Seite ohne Formatierung oder Sonstiges gestoßen bin, war ich auch schon weg. Sowas ist in meinen Augen nicht seriös.

Auch hier gilt: Wenn man eine bekannte Seite hat, darf man sich sowas leisten. SelfHTML ist designerisch wohl nicht allzu hervorgehoben, ist aber trotzdem eine tolle Seite, auf der Anfänger und sogar Fortgeschrittene noch eine Menge lernen und Stunden verbringen können.

Auch die Übersichtlichkeit sollte da sein. Hier gehört meiner Meinung nach auch die Navigation hinzu. Wenn keine Navigation auf einer Seite ist, bin ich auch sofort weg. Auch hat es mich gestört, wenn die Navigation etliche Unterpunkte aufwies. Ich möchte gerne jederzeit einen schnellen, übersichtlichen und Informativen Blick auf das eigentliche Herz einer Webseite werfen können.

4) Lange Ladezeiten

Ich bin sofort weg, wenn eine Seite von Google’s Suchergebnissen aus mehr als 5 Sekunden zum laden braucht. Damit meine ich, dass sie zwar nicht sofort vollständig geladen sein muss, aber sie muss sich wenigstens ansatzweise öffnen. Wenn die Seite gleich am Anfang eine Vielzahl von irgendwelchen Scripten hat und dazu einen langsamen Server, so dass ich nach 5 Sekunden immer noch auf Google rumgammel, suche ich mir lieber neue Suchergebnisse.

5) Der Inhalt und “die Art der Aufbereitung”

Ich möchte als Internetsurfer sofort die Ergebnisse angezeigt bekommen, die ich suche. Das heißt, dass die Seite möglichst schnell zum eigentlichen Punkt kommen muss und auch das, was in den Suchergebnissen versprochen wurde, halten kann.

Inzwischen ist mir persönlich das “schnelle auf den Punkt kommen” nicht mehr allzu wichtig, weil ich mein Ziel schnell mit der internen Browsersuche ( Strg + F ) finde. Früher, als ich diesen kleinen Kniff noch nicht kannte, mochte ich allzu textlastige Seiten nicht und wollte alles kurz, präzise und qualitativ hochwertig erläutert haben.

Wie eben erwähnt, mochte ich früher keine allzu textlastigen Seiten. Trotz der internen Browsersuche ( heißt dieses nützliche Feature eigentlich auch so? ) mag ich allzu textlastige Seiten heute aber immernoch nicht. Trotz des Bekanntheitsgrades kann ich mir also keine ewigen Artikel bei SelfHTML durchlesen. Ein paar Bilder, Videos oder sonstige Medioen im Text könnten diesen auflockern und dem Internetbesucher die Freude an der eigenen Seite belassen.

6) Werbung…

…kümmert mich persönlich eigentlich nicht allzu sehr, sofern sie nicht in Form von Layern auftaucht. Seitdem ich meinen eigenen Blog habe, surfe ich auch öfters mal ohne AdBlock Plus, so dass mir jegliche Werbung offenbart wird.

Solange diese dezent gesetzt ist und nicht 50% der Seite einnimmt ist sie für mich persönlich in Ordnung. Allerdings empfehle ich, den Grad der Werbung trotzdem um einiges zurückzuschrauben, da nicht alle Internetbenutzer so genügsam sind wie ich.

Layer Ads sind allerdings ein Kapitel für sich. Wer keinen Werbeblocker hat, wird zumeist die Seite fluchtartig verlassen, auf welcher diese Art von Werbung gezeigt wird.

7) Externe Links

Je mehr interessante externe Links es gibt, desto mehr Möglichkeiten hat der Surfer, um die eigene Seite zu verlassen. Wenn es gar keine externen Links gibt, bleibt nur noch der “Zurück”-Button. Allerdings empfehle ich auch nicht, keinen einzigen externen Link zu platzieren, das wirkt dann doch unseriös.

Kennt ihr noch mehr Tipps, wie man die Bounce Rate verringern kann? Damit mich übrigens kein abmahnwütiger Anwalt abmahnt, das Foto darf ich nach dieser Lizenz un nach dieser Erwähnung des Fotografen benutzen!