Ein Newcomer in der Blogosphäre hat ziemlich schnell nach dem Start seines Blogs nun auch ein erstes Gewinnspiel gestartet. Bisher scheint er allerdings nicht allzu erfolgreich gewesen zu sein, denn der Gewinnspielpost hat noch keine Kommentare oder Trackbacks.

Bei dieser Gelegenheit habe ich mir überlegt, dass ich ihm doch ein paar Tipps geben könnte. Schließlich sitze ich mit ihm mehr oder weniger in einem Boot. Zumindest sind wir aber beide in einer ähnlich präkeren Situation. Unsere Blogs sind brandneu und brauchen Besucher, Besucher und nochmal Besucher!

MartinTauber.com

Zuerst möchte ich mich über seinen Blog äußern, dann die Tipps geben. Zuerst fiel mir auf, dass man nirgendwo erkennen konnte, worüber der Blog eigentlich handelt. Nirgendwo ein aussagekräftiges Banner oder etwas anderes, was über die Thematik des Blogs aufklärt. Lediglich der Slogan “Marketing, Klettern, Wandern, Fotografie & Technik” weist etwas uneindeutig in die Richtung, in welche der Blog gehen soll.

Auch den Namen des Blogs so wie die Domain halte ich für etwas ungeschickt gewählt. Sowas merkt man sich nicht unbedingt – und wieder ist eine Möglichkeit ungenutzt vorbeigegangen, dem Besucher schnell das Thema des Blogs zu zeigen.

Was ist der Antrieb des Blogs? Weswegen existiert er? Die Antwort hierauf findet sich in Weblogs zumeist in dem ersten Artikel, was auch hier nicht der Fall ist ( zumindest vermute ich, dass das der eigentliche Antrieb des Blogs sein soll ). Martin Tauber startete seinen Blog also inspiriert von Peer Wandingers Blog-Start-Serie. Peer Wandingers Tipps befolgen zu wollen, ist mit Sicherheit bereits ein großer Teil der Miete ( wieviel genau, möchte mich nicht festlegen ). Aber eben nicht die ganze.

Was bringen diese ganzen Anleitungen und Tipps für einen erfolgreichen Blog?

Teilweise nehme ich mir wohl selber einen Teil des Windes aus den Segeln, wenn ich sage: Nicht allzu viel. Zumindest ohne Kontinuität – denn das ist das wichtigste Motto beim Bloggen. Die erfolgreichsten Blogger sind in erster Linie durch Kontinuität zu ihrem Erfolg gekommen, nicht durch stupides Befolgen von Tipps anderer erfolgreicher Blogger.

Einige von euch werden jetzt empört aufrufen: “Was bildet der sich ein? Natürlich bringen Tipps etwas! Und sogar recht viel! Man sehe sich nur einmal Candy College an! Mit dem Blog wurde Peer Wandigers Blog-Start-Serie doch erst ins Leben gerufen, und es hat wunderbar geklappt!”.

Ich stimme zu. Candy College ist ein voller Erfolg. In knapp 10 Wochen hat der Blog enorme Fortschritte gemacht und weist nun auch eine hohe Zahl an Besuchern auf ( darauf deutet der relativ hohe PageRank, der Alexa Rank und die hohe Anzahl an Backlinks hin ). Zumindest könnte man sagen, dass andere Blogs, die es genauso lange oder gar noch länger gibt, nicht einmal annähernd solche Werte aufweisen können.

“Also kann man doch etwas erreichen mit solchen Anleitungen!”. Wieder stimme ich zu. “Wie bitte?”, schon wieder empörte Aufrufe. “Vor ein paar Zeilen hieß es noch, dass diese Anleitungen nichts bringen!”. Das ist korrekt und diese Aussage trifft meiner Meinung nach auch zu. Ich differenziere hier ganz genau: “Was bringen diese Anleitungen?” und “Was können diese Anleitungen bringen?” sind für mich zwei inhaltlich verschiedene Aussagen. Denn den Leuten, die hier der Meinung sind, dass solche Tipps eindeutig den Erfolg des Blogs beeinflussen, möchte ich folgende Frage stellen:

“Wundert es euch denn nicht, dass seit dem Anfang des Blogstarts von Peer Wandinger nicht überall Topblogs erschienen sind, die von jedem gelesen und kommentiert werden und bei welchen sich große Erfolge eingestellt haben?”. Vielleicht haben sogar einige bestehende Blogs nicht einmal annähernd Erfolge aus seinen und anderen, doch überall im Internet zu findenden Anleitung für einen besseren Blog, gehabt! Und ich glaube nicht, dass es niemanden gibt, der nicht versucht sie halbwegs zu befolgen. Das kommt vor allem daher, weil viele verschiedene Faktoren für den Erfolg eines Blogs zuständig sind. Auch mit Kontinuität wird man es nicht weit bringen, wenn man sonst nur schlechten Content liefert, unhöflich zu seinen Besuchern ist oder andere grobe Fehler macht.

Ich werde demnächst einmal eine Grafik machen, in der ich versuchen werde, den von verschiedenen Faktoren abhängigen Erfolg von Blogs übersichtlich zu zeigen. Aber jetzt…

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Schließlich soll der Artikel sich hauptsächlich um seinen Blog drehen. Jetzt möchte ich ihm aber noch einige mehr oder weniger sinnvolle Tipps geben, je nachdem ob sie wirklich sinnvoll sind und wie er sie verwirklichen wird.

Man kann ein Projekt nicht einfach starten, wenn man eine Idee hat. Man sollte sich immer erst die Zeit nehmen, das Projekt sorgfältig und durchdacht zu planen. Wenn das Projekt auch noch “Blog” heißt, sollte man sich im Vornherein zumindest im Klaren sein, was der Blog darstellen soll. Die Konkurrenz heutzutage in der Blogosphäre ist kaum noch in Zahlen zu fassen. Man sollte also in irgendeiner Weise herausstechen können und sagen können, warum der Besucher ausgerechnet den eigenen Blog lesen sollte und nicht den des Nachbarn. Man muss also etwas interessantes Neues, Kontroverses oder sonstiges Anziehende bieten können, um mit guten Karten einzusteigen.

Eine kleine Liste mit Ratschlägen

  • Dass Du im Voraus einige zeitlose Artikel verfasst hast, die du jederzeit veröffentlichen kannst, ist zwar eigentlich nicht schlecht, aber trotzdem solltest du über aktuelle Inhalte schreiben. Diese werden ungemein schnell zu starken Besucherlieferanten. Diese kommen bei aktuellen Artikeln zumeist von den Suchmaschinen. Mein Artikel zum aktuellen CERN-Experiment ( garniert mit einer provozierenden Überschrift ) brachte mir noch am selben Tag über 30 Besucher von Google ein.
  • Wie bereits am Anfang erwähnt, solltest du möglichst schnell etwas an deinem Header ändern. Denn dort werden sich die Augen zuerst richten, wenn die Besucher das Thema des Blogs erfahren wollen. Auch deinen Namen solltest du möglichst aus allen Titeln rausnehmen ( Damit meine ich hauptsächlich den Blognamen ). Die URL kann stehen bleiben, wenn du in diesem Punkt sonst alles richtig machst.
  • Stelle so schnell wie möglich ein eigenes Design her, das Wiedererkennungswert aufweist. Dies ist nicht unbedingt notwendig, wenn Du dafür etwas in das jetzige Design einbaust, womit dich jeder Besucher identifizieren kann.
  • Schreibe sinnvolle Kommentare auf anderen, bekannteren Blogs. Treibe dies aber nicht in zu großem Stil, du könntest sonst als Spammer durchgehen. Auch die Erwähnung von anderen Blogs in deinen Artikeln ist sinnvoll. Erwähne aber keine zu bekannten Blogs, das sieht eher lächerlich aus ( du kannst sie ja verlinken, aber es darf nicht danach aussehen, als würdest du das Gleiche Verhalten von dem verlinkten Blog erwarten. Du kannst dich ruhig als Informationsquelle auf solche Blogs stützen, solltest aber nicht zu viel von solchen Blog-”monstern” erwarten. Nähere dich lieber Blogs, die minimal über dem Nivau deines eigenen liegen.
  • Probiere einen außergewöhnlichen Artikel zu schreiben. Das ist sozusagen Deine Basis. Du hast dann immer wieder Besucher, die deinen Blog aufgrund dieses Artikels aufsuchen. Mit der Zeit kannst du auch noch weitere solcher ausführlichen und informativen Artikel schreiben. Sie sind quasi die Elite deiner Seite.

Für den Anfang solltest Du damit einigermaßen gut fahren. Vergiss aber nicht, was ich vor den Tipps geschrieben habe: Allein die Befolgung dieser Ratschläge wird zu nichts führen. Dein Content muss interessant, lesenswert und spannend sein. Außerdem musst du kontinuierlich schreiben.