Mir ist vor einiger Zeit beim Durchlesen diverser Blogs etwas außergewöhnliches aufgefallen: Wir Blogger schreiben größtenteils uns Blogger an! Und das kann doch nicht stimmen! Schließlich kann man nicht darauf spekulieren, dass jeder Besucher einen Blog besitzt! Vor allem bei Moneyblogs ist dieses Phänomen zu beobachten. Wir geben Tipps an Blogger ab!

Gut, heutzutage hat jeder Depp einen Blog, wenn ich das mal so sagen darf. Nicht einmal Webspace ist noch von Nöten. Jemand liest irgendwo im Internet, dass man mit Blogs Geld verdienen kann und beschließt umgehend, sich ebenfalls einen Blog bei WordPress.com zu machen. Der Jemand meldet sich bei Google AdSense an und verdient im Monat 5 Cent. Toll! Bei allem Respekt, aber das kann einerseits von der Seite der Leser und andererseits von der Partei der professionelleren ( ? ) Blogger nicht möglich sein.

Zu “Einerseits”: Ich kann mir durchaus vorstellen, dass durch die Masse an AdSense Acounts die Vergütung in Deutschland zu leiden hat ( obwohl, in Amerika müsste die Situation doch ähnlich sein? ). Außerdem macht ihr es einem schwer, sich mit einem neuen Blog, nein, sogar mit einer neuen Seite – völlig unabhängig von der Art – im Internet halbwegs zu manifestieren.

Zu “Andererseits”: Ich kann nur sagen, selbst wenn ihr ( ich spreche hauptsächlich die Moneyblogger an ) Tipps an andere Blogger gebt, so schreibt doch der Einfachheit halber ab und an einen unabhängigen, an keine Lesergruppe gerichteten Artikel! Nun werden bestimmt einige von euch sagen: “Was soll das, ich habe meine Nische und in dem Themenbereich bleibe ich. Da gehört nun mal auch die Zielgruppe definiert!”. Und ich antworte: “Das mag ja alles sein, aber wäre es nicht schöner, auch für Internet-nicht-begabte Menschen Artikel zu schreiben? Habt ihr nicht schon mal daran gedacht, dass ihr viel mehr Einkünfte erzielen könntet, wenn ihr einfach mal die Zielgruppe ein wenig ausweitet? So kriegt ihr nicht nur Leute auf die Seite, die sich mit dem Computer auskennen und kaum auf Werbelinks klicken, weil sie das bereits kennen – ihr kriegt auf diese Weise auch Menschen auf die Seite, die völlig ahnungslos in eure Werbefalle tappen! Auf diese Weise könnt ihr Milliardäre werden und jeden ahnungslosen Menschen hinterhältig ausnutzen!”.

Ich habe einen Hang für drastische Darstellungen, verzeiht mir. So ist das natürlich nicht gemeint, ist prinzipiell allerdings richtig, auch wenn es hart klingt. John Chow macht es vor: Er schreibt auch über Autos und Leckereien.

Mein Aufruf an alle Blogger lautet also: “Wenigstens manchmal solltet ihr eure Zielgruppe erweitern, schaden tut es bestimmt nicht!” Ich zumindest werde nicht nur über mein Experiment schreiben, sondern auch wissentschaftliche und politische Artikel schreiben…